Radverkehrsanalysen und Marktforschung

Ein ganzheitlicher Blick für individuelle Lösungen

Nachhaltige Konzepte für regionale Entwicklungen im Radverkehr und das dazu optimal passende Marketing lassen sich nur auf der Grundlage von aktuellem und professionell eingesetzten Wissen entwickeln. Dafür haben wir uns eine tiefgreifende Expertise in der Erfassung und Evaluation des Radverkehrs und Radfahrersichtweisen angeeignet. Unsere Spezialisierung auf diesem Gebiet der Marktforschung ermöglicht es uns heute, Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung des Radverkehrs und Tourismus in der Region und für ein ideales, individuelles Marketing zu geben.

 

Unsere Erhebungen in Zahlen und Fakten

Seit 2009 haben wir bundesweit mehr als 70 automatische Zählgeräte installiert, mit denen wir in einem komplexen Verfahren Radverkehrsmessungen durchführen. Darüber hinaus befragen wir an ausgewählten Messpunkten Radfahrer, um Informationen über den Alltags-, Freizeit- und touristischen Radverkehr zu erhalten. Mit diesem umfangreichen Erhebungsverfahren und der anschließenden Analyse der Daten gelingt es uns, fundierte Erkenntnisse über den aktuellen Radverkehr - und damit einen wichtigen regionalen Markt - zu erhalten. Im nächsten Schritt, der Evaluation, führen wir die Erkenntnisse aus den Erhebungen mit unserem umfassenden Wissen zu Radverkehrsinfrastrukturen und Regionalentwicklungen zusammen. Auf dieser Grundlage können wir dann optimale Konzepte mit individuellen Lösungen erarbeiten, welche die Attraktivität der Region für Radfahrer und Touristen nachhaltig erhöhen.

 

Beispiel Brandenburg: Marktforschung durch Radverkehrsanalysen

Im Rahmen eines NRVP-Förderprojektes wurde 2008 das Projekt „Radverkehrsanalyse Brandenburg“ initiiert. Damit wurde die Grundlage für die Untersuchung des Radverkehrs in einer bestimmten Region anhand von komplexen Zählungen und Befragungen im Land Brandenburg geschaffen.

Seitdem kommen über 63 automatische Radzählgeräte an mehr als 100 Standorten zum Einsatz und liefern permanent Informationen zum Radverkehrsaufkommen der Region. Zudem wurden seit 2009 jedes Jahr mehr als 55.000 Radfahrer an den Radwegen und Messpunkten befragt. Damit liegen uns aktuelle und umfangreiche Daten über Streckenbelastung, Nutzung einzelner Radwege und Bewertungen der Wege und Region durch die Radfahrer vor.

Mit dieser Datengrundlage konnten wir Kenngrößen identifizieren, die beispielsweise als Grundlage für die nachhaltige Entwicklung einer nutzer- und nachfragegerechten Radverkehrsinfrastruktur durch Netzbildung und Lückenschlüsse eingesetzt werden können. Dabei steht der effiziente Einsatz von Investitionsmitteln, aber auch die Radverkehrsnachfrage als Kriterium zur Prioritätensetzung für die konkrete Radwegeplanung, den Radwegebau und die Realisierung touristischer Radwege im Fokus.

 

Nutzbarmachung der Daten

Mit den in der Modellregion Brandenburg erhobenen Daten ist es auch möglich, das Verhältnis zwischen den Ausgaben für den Radwegebau bzw. -erhalt und den Einnahmen aus dem Radtourismus für einzelne Radrouten darzustellen.

Daten zu den Radverkehrsmengen bieten aber auch die Möglichkeit, schon durchgeführte Maßnahmen zu evaluieren, Erhaltungsstrategien oder Radwegentwicklungskonzepte zu entwickeln. Mit der Trennung der Nutzergruppen Alltagsradverkehr und touristischer Radverkehr besteht zudem die Möglichkeit, die Anzahl der Radreisenden einzelner Radfernwege zu bestimmen und die wirtschaftlichen Effekte des Radverkehrs zu ermitteln. Darüber hinaus kann die wirtschaftlich relevante Zielgruppe der Regioradler anhand von Marktdaten eingehender untersucht werden und aufschlussreiche Ergebnisse für die Region liefern.

Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie unter www.Radverkehrsanalyse-Brandenburg.de

 

Übertragbarkeit auf andere Regionen

Die im Rahmen des Projekts „Radverkehrsanalyse Brandenburg“ gewonnen Erkenntnisse über Erhebungs- und Analyseverfahren des Radverkehrsaufkommen einer Region wurden 2010 erstmals auf den Radfernweg D-Route 3 erfolgreich übertragen. Diese Übertragung und Weiterentwicklung der Erhebungs- und Auswertungsmethoden auf beliebige Radregionen, touristische Radrouten oder einfache Radwegeverbindungen ermöglichen eine netzweite Erfassung von Radverkehrsmengen.

So laufen weitere Zählungen und Befragungen bereits in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen und Rheinland-Pfalz.

Damit ist nicht nur die Grundlage für das Erstellen vergleichbarer Zähldaten aus verschiedensten Regionen geschaffen, sondern auch die Nutzbarmachung dieser Daten für die individuelle Weiterentwicklung einer einzelnen Region.

 

Ansprechpartner:

Das Projekt „Radverkehrsanalyse Brandenburg“ liegt in der Projektträgerschaft der TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH und wurde durch das Büro Radschlag (Andrea Tiffe) konzipiert und initiiert.

Die Radzähltechnik wurde durch die Sierzega Elektronik GmbH geliefert und installiert und seither regelmäßig gewartet. Bis heute liegt die fachliche Begleitung bei der IGS Ingenieurgesellschaft Stolz mbH und die Projektleitung bei Andrea Tiffe. 

 

Haben Sie Interesse an einer Radverkehrsanalyse in Ihrer Region? Kontaktieren Sie uns, wir stehen Ihnen gern zur Verfügung!

 

Weiterführende Informationen:

Download: Kurzbericht Radverkehrsanalyse Brandenburg (Stand Sommer 2011)

Link: Radverkehrsanalyse Brandenburg

Link: Informationsfilm Radverkehrsanalyse Brandenburg